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  • Charlotte & Frederik von "Charlie 'n Rik"

Laos - zurück in die Freiheit


Overland-Reiseblog-Laos-Luang-Namtha
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Wir haben es geschafft, unser Landy rollt die ersten Meter hinter den laotischen Schlagbaum und erblickt auch gleich wieder das altbekannte Chaos. Wir haben unsere Visa wie erwartet an der Grenze erhalten und sind nahezu in Rekordzeit auf der anderen Seite, zumindest denken wir das. Nach kurzem Warten haben auch die anderen Fahrzeuge unserer Gruppe die Grenze passiert und wir genießen erst einmal den Moment. Dann geht es auf die Straße, die allerdings immer noch im Grenzbereich liegt. Nach ca. 10 Minuten kommen wir daher an einen zweiten Schlagbaum. Wir zeigen unsere Pässe und den internationalen Fahrzeugschein vor, werden aber gebeten an den Rand zu fahren. Die Einreise unseres Landys war dann wohl doch nicht einfach mit einem Stempel im internationalen Fahrzeugschein erledigt...

Es folgt nochmals ein kurzer Papierkrieg, der mit der Übergabe eines grünen Importdokuments für unsere Fahrzeuge endet. Jetzt ist auch der letzte Zöllner glücklich und wir dürfen endgültig einreisen. Wir fahren euphorisch die ersten Kilometer auf dem Asian Highway 3 in Laos, wir haben unsere Freiheit wieder. An einem der ersten Restaurants halten wir an und essen noch einmal gemeinsam mit den anderen Familien unserer China-Gruppe zu Mittag. Ab jetzt kann wieder jeder von uns seinen eigenen Plan verfolgen. Manu und Albane wollen mit ihren Kindern ebenfalls nach Luang Namtha. Daher machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Der kleine Ort in den Bergen liegt an der Straße nach Chiang Mai in Thailand. Wir fahren also nicht direkt Richtung Süden, sondern zunächst ein Stück in die "falsche" Richtung. Dort waren wir bereits 2013 im Frühjahr und haben die entspannte Stimmung genossen. Inzwischen ist der Ort wesentlich geschäftiger geworden, aber die Touristen kommen immer noch wegen der tollen Natur hierher. Wandern, Biken und vor allem Kajaktouren werden von vielen Agenturen angeboten. Seit wir die Reise im Kopf geplant haben, stand dieser Besuch für uns fest. Wir meinen uns zu erinnern, dass oben an der Luang Namtha Stupa - der Tempel thront auf einem Hügel oberhalb der Stadt - eine größere Wiese ist. Das wäre doch der perfekte Stellplatz und wir wundern uns, dass ihn noch niemand in iOverlander markiert hat. Den Platz gibt es wirklich und er ist in unseren Augen auch der perfekte Stellplatz für diese Stadt. Es gibt sogar kostenlose Toiletten und Wasser hier oben. Wir genießen die Ruhe für einige Tage und gehen unten in der Stadt essen. Nach den stressigen Wochen in China gibt es nichts besseres für uns, als einfach nur neben dem Landy zu sitzen und zu lesen. Wir sind sogar zu faul, um noch einmal an einer der Kajaktouren teilzunehmen. Von Luang Namtha aus fahren wir weiter nach Nong Khiaw. Der kleine Ort, den wir zum ersten Mal besuchen, liegt ebenfalls in den Bergen und ist ein guter Ausgangsort für Wanderungen und Trips in das Hinterland. Das Wetter macht uns allerdings einen Strich durch die Rechnung, da es heftig regnet und relativ kalt ist. Irgendwie sind wir sowieso noch nicht so wirklich motiviert, eine längere Wanderung anzugehen. Hunderte von Bildern müssen noch sortiert und bearbeitet werden. Da kommt das regnerische Wetter und die tolle Bar neben unserem Stellplatz sehr gelegen. Kleine Tontöpfe mit glühenden Kohlen werden unter die schweren Holztische gestellt und lassen das nass-kalte Wetter sehr erträglich werden. Das Wetter bessert sich am zweiten Tag. Manu und Albane sind ebenfalls hierher gekommen, da sie das schlechte Wetter von ihrem Ausflug in den Nord-Osten von Laos abgehalten hat. Wir entschließen uns, mit ihnen einem Track entlang des Flusses zu folgen, der nach Muang Ngoy führen soll. Die anderen Touristen erreichen ihn auf dem Wasserweg. Kurz vor dem Örtchen ist eine weggespülte Brücke durch einige Baumstämme ersetzt worden. Die Tragfähigkeit ist etwas fragwürdig. Da wir es nicht mehr weit haben, laufen wir den letzten Kilometer zu Fuß. Wir haben jedoch nicht bedacht, dass vor dem Ort noch ein breiter Fluss kommt. Zum Glück kommen ein paar Jungs herbeigelaufen, die uns mit einem Boot auf die anderen Seite bringen. Wir sind allerdings nicht wirklich begeistern und treten zeitig den Rücktritt an. Da sich diesmal keine hilfsbereite Jungs finden lassen, heißt es "Hose aus und ab durch den Fluss". Auf dem Rückweg begegnet uns der örtlichen "Schulbus". Auf dem Gefährt sitzen unzählige Kinder, die über den unwegsamen Weg zurück nach Haus gefahren werden. Ob sie diesen Komfort wohl jeden Tag genießen dürfen? Da das Wetter in den Bergen in den nächsten Tagen nicht wirklich besser werden soll, entschließen wir uns, in den Süden aufzubrechen. Wir freuen uns schon seit 4 1/2 Jahren auf die Rückkehr nach Luang Prabang!





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